Bahnfahren soll wieder Spaß machen: Alle Fahrzeuge klimatisiert, in jedem Zug ein Zugbegleiter und eine durchgängige Videoüberwachung, um die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen. Dazu an jedem zweiten Platz eine Steckdose für den Laptop oder das Aufladen von Handys. Und auch ein Catering, bei dem Kaffee und Brötchen angeboten werden. Behindertengerechte Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten sowie Toilettenanlagen sollen selbstverständlich sein – so skizzierte der Geschäftsführer der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH, Hans-Werner Franz, Inhalte des ausgehandelten Vertrages. Dieser gilt ab 9. Juni 2013 im Netz Elbe-Elster, das Verkehrsleistungen der Regional-Express-Linien und Regionalbahn-Linien RE 15 Dresden-Hoyerswerda, RE 18 Dresden-Cottbus, RB 31 Dresden-Elsterwerda-Biehla und RB 49 Falkenberg/Elster-Cottbus umfasst.

Rainer Bretschneider, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Meißens Landrat Arndt Steinbach, Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe (Sachsen) und Joachim Trettin, Vorsitzender der DB Regio AG Nordost unterzeichneten den entsprechenden Verkehrsvertrag, der bis zum Dezember 2022 gültig sein soll.

„Auch mit diesem Vertrag sichern wir für die Fahrgäste im Land Brandenburg und in der Region eine hohe Mobilität auf der Schiene. Und wir haben einen weiteren Schritt zur Umsetzung unserer Selbstverpflichtung getan, schrittweise alle Leistungen im Schienenpersonennahverkehr öffentlich auszuschreiben. Mit der Neuvergabe gelingt es, sowohl Quantität als auch Qualität des Schienenpersonennahverkehrs trotz steigender Kosten zu halten“, sagte Staatssekretär Rainer Bretschneider.

Ein Fortschritt in Richtung guter Service seien für die Fahrgäste im Verkehrsverbund Oberelbe zudem die Kundengarantien, die ab 9. Juni 2013 auch im Netz Elbe-Elster gelten: „Sie garantieren unseren Fahrgästen in puncto Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit, Sauberkeit und Information ein hohes Qualitätsniveau“, sagte der Verbandsvorsitzende, Landrat Arndt Steinbach.

Zum Einsatz kommen sollen neue, einstöckige dreiteilige Elektrotriebzüge des Typs E-Talent 2 der Firma Bombardier sowie neuwertige Lok-Wagen-Züge mit jeweils drei Doppelstockwagen. Die Doppelstockwagen sollen dafür im Innenbereich komplett erneuert und modernisiert werden.

„Wir haben trotz großer Widerstände unsere Qualitätsansprüche durchgesetzt“, so Franz, der in puncto Kundenservice dennoch nicht das Maß der Dinge erreicht sieht. „Wir brauchen noch mehr Informationen auf den Stationen“, meinte er und erklärte, dass elektronische Anzeiger, die auf Bahnhöfen nicht mehr als die Uhrzeit anzeigen, nicht den Zeichen der Zeit entsprechen. Die Kunden, auch auf kleinen Bahnhöfen, müssten erfahren, wann wo welcher Zug fährt und ob Störungen oder Verspätungen vorliegen.

Trettin zeigte sich erfreut über den Zuschlag für die Bahn AG, der dem Unternehmen Planungs- und den Mitarbeitern Zukunftssicherheit gewähre.