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Wirtschaft in Südbrandenburg in Hochstimmung

Die vom ifo-Institut befragten Unternehmen blicken zuversichtlich auf die nächsten Monate. Foto: Daniel Bockwoldt
Die vom ifo-Institut befragten Unternehmen blicken zuversichtlich auf die nächsten Monate. Foto: Daniel Bockwoldt
Cottbus. Die Wirtschaft in Brandenburg, südlich der Hauptstadt läuft auf Hochtouren. Das belegen die Zahlen der aktuellen Herbstumfrage der Industrie- und Handelskammer Cottbus.

Überdurchschnittliche Zahlen beispielsweise kommen von den Baubetrieben. Das Baugewerbe verzeichne das beste Umfrageergebnis der letzten zehn Jahre. Maßgeblichen Anteil daran habe der Wohnungsbau.

Das größte Zukunftsrisiko sieht die Branche aber im Fachkräftemangel. Schon jetzt könnten 27 Prozent der Unternehmen offene Stellen nicht besetzten.
Auch der Handel seit aktuell in einer sehr guter Verfassung. Bei den Einzelhändlern hatten sich auf Grund der hohen Konsumbereitschaft der Verbraucher die Umsätze zum Teil deutlich erhöht. Die Großhändler freuten sich über eine gestiegene Nachfrage der gewerblichen Wirtschaft. Die Beschäftigungs- und Investitionsbereitschaft der Händler habe zugenommen.
Das Dienstleistungsgewerbe ist weiterhin der Wachstumstreiber in Südbrandenburg. Die gute Lage der Industrie und des Baugewerbes bescherten den unternehmensnahen Dienstleistern höhere Auftragseingänge.

Die aktuelle IHK-Umfrage aber macht auch deutlich, dass die Dynamik des Wachstums nachlässt. "Wir dürfen uns keinesfalls zurücklehnen", sagt Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus. "Besonders bei dem Thema Fachkräfte und bei den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen müssen wir eine Menge tun." Ein besonderes Risiko für unsere Region sieht Krüger in der strukturelle Exportschwäche von Südbrandenburg in Verbindung mit dem laufenden Strukturwandel in der Lausitz.