(dik) Ob Restaurant-Schecks, Waren- und Tankgutscheine oder ein Zuschuss für das Fitnessstudio – bis zu 44 Euro im Monat kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern als Sachleistung steuerfrei zugutekommen lassen, und das soll auch so bleiben: Das Bundesfinanzministerium dementierte Berichte, es wolle die Begünstigung ab 2020 streichen. Vielmehr fielen dafür auch künftig weder Steuern noch Sozialbeiträge an. Direkte Sachleistungen des Arbeitgebers bleiben ebenso möglich.

Was Sachzuwendungen im Sinn des Einkommensteuergesetzes sind, ist eine Wissenschaft für sich. So darf es sich nicht um direkte Geldgeschenke handeln, sondern nur um Waren oder Dienstleistungen. Auch eine vorausbezahlte „Prepaid“-Kreditkarte ist nach Angaben des Verbraucherportals Finanztip.de möglich, wenn das Geld nicht bar abgehoben werden kann. In jedem Fall sind die 44 Euro im Monat aber auch künftig eine Freigrenze: Ist die Leistung nur einen Euro höher, muss der gesamte Betrag versteuert werden.

Begrenzen will das Finanzministerium dagegen die Möglichkeit, Einzelzuwendungen an Arbeitnehmer von bis zu 10 000 Euro im Jahr pauschal zu versteuern. Derzeit fallen nur 30 Prozent Lohnsteuer an. Das begünstige Besserverdienende, die einen höheren Spitzensteuersatz von bis zu 42 Prozent haben, begründete das Ministerium.

So sei es möglich, Prepaid-Kreditkarten mit bis zu 10 000 Euro den Beschäftigten pauschal versteuert zur Verfügung zu stellen. Das benachteilige Arbeitnehmer, die nicht in diesen Genuss kommen, sondern Geld aufs Konto überwiesen erhalten. Der Bundesfinanzhof hatte diese Regelung 2018 infrage gestellt: Zweckgebundene Geldleistungen oder nachträgliche Kostenerstattungen könnten nicht mehr ohne Weiteres als Sachbezug eingeordnet werden.