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Wildau holt Berliner als Azubis ran

Cottbus. Eine ganz eigene Initiative haben die Agentur für Arbeit Cottbus, Geschäftsstelle Königs Wusterhausen, und die Stadt Wildau (Dahme-Spreewald) entwickelt, um die Lehrlingslücke am Wirtschaftsstandort mitten im Wachstumskern "Schönefelder Kreuz" zu schließen. Sie haben 20 Berliner Schulabgänger auf Lehrstellensuche eingeladen zum Vorstellungsgespräch in 15 Betrieben. Beate Möschl

Die Vorstellungsgespräche sollen am 7. September stattfinden. Dafür werden die Berliner Jugendlichen am S-Bahnhof Wildau mit einem Bus abgeholt. Das wurde am Rande der monatlichen Vorstellung der statistischen Daten zum Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Cottbus bekannt. "Die Idee ist beim Bürgermeister-Stammtisch in Wildau entstanden. Die Aktion wird vom Bürgermeister Dr. Uwe Malich unterstützt, die Stadt stellt den Bus zur Verfügung", verriet Pressesprecherin Anja Wierik in Cottbus. Boris Müller, Leiter der Geschäftsstelle Königs Wusterhausen der Agentur für Arbeit, werde den Bus steuern.

In Berlin sei die Lehrstellensituation eine ganz andere als in Südbrandenburg. Während im Süden des Landes mehr Lehrstellen angeboten werden, als es Bewerber gibt, sei es in Berlin umgekehrt. Weil die Berliner aber nicht von sich aus nach Brandenburg kommen, holt sie die Agentur für Arbeit nun einfach ab bei ihrem Wunsch, eine Ausbildung in einem zukunftssicheren Beruf zu absolvieren. Die Mitarbeiter vom Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Cottbus haben bei 15 Unternehmen in Wildau offenen Türen für die Aktion gefunden. Sie alle haben noch freie Lehrstellen, die sie besetzen möchten. Aktuell stehen den noch 837 Ausbildungsplatzsuchenden im Agenturbezirk Cottbus 1392 freie Ausbildungsstellen gegenüber.