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Weltspitze mit BASF-Granulaten

Schwarzheide. Für die Produktion von zwei Kunststoffsorten ist am Mittwoch am Standort in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) die weltweit größte Anlage des BASF-Konzerns feierlich in Betrieb gegangen. Grund für diesen Schritt ist die große Nachfrage nach Ultramid und Ultradur, sagte BASF-Manager Jürgen Becky bei der Einweihung vor rund 100 Gästen. Jan Augustin

Die Granulate werden in der Automobilindustrie, dem Elektro- und Elektroniksektor sowie im Bau- und Möbelbereich zu leistungsfähigen Bauteilen verarbeitet. Dazu zählen Ölwannen, Motorträger, Sensoren und Steckverbinder, Stühle und Befestigungselemente. Mit der neuen Anlage könne die Jahresproduktion um 70 000 Tonnen erweitert werden. Weltweit liege die Kapazität bei mehr als 700 000 Tonnen. "Mit der Anlagenerweiterung wurde ein bedeutender Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des Standortes geleistet", sagte Schwarzheides BASF-Geschäftsführer Jürgen Fuchs. In den Ausbau der seit 1994 bestehenden Anlage sei ein zweistelliger Millionenbetrag investiert worden. 50 neue Arbeitsplätze sollen entstanden sein. Insgesamt sind nach Unternehmensangaben nun etwa 1750 Menschen bei der BASF in Schwarzheide beschäftigt.

"Mit der Inbetriebnahme der Compoundieranlage bestätigt die BASF Schwarzheide GmbH eindrucksvoll ihre Rolle als Leuchtturm der Brandenburger Wirtschaft. Das Unternehmen ist ein starker Partner in der Lausitz", sagte Staatssekretär Martin Gorholt. Das Unternehmen trage zur Fachkräftesicherung bei. "Das ist ein beeindruckendes Engagement für die Region", lobte Gorholt.

BASF als börsennotierter Konzern hat 2016 weltweit einen Umsatz von rund 58 Milliarden Euro erwirtschaftet. 114 000 Mitarbeiter zählt die Gruppe rund um den Globus. Wirtschaft Seite 6