Der 62-Jährige und ein Unternehmer (60), dessen Rohrleitungsbau-Betrieb die Trink- und Abwasserleitungen am Flughafen verlegt hat, waren am 24. Januar wegen Verdunklungsgefahr verhaftet worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Bislang haben sie sich zu den Vorwürfen nicht geäußert, sagte der ermittelnde Oberstaatsanwalt Frank Winter.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit 2010. Sie geht davon aus, dass bei der Auftragsvergabe für die Abwasserleitungen Einfluss genommen wurde. Im Gegenzug soll die Baufirma dem Verbandschef Vorteile gewährt haben - beispielsweise bei dem Bau eines Einfamilienhauses. Zudem besteht laut Winter der Verdacht, dass die Beschuldigten auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Personen oder Firmen ähnlich vorgegangen sein könnten.