Walter Bau hatte die polnischen Stadtverordneten zur Demonstration in ein ähnliches Bad in Stralsund eingeladen. Im Wasser und in der Sauna ließen sich die Stadtpolitiker leichter von dem deutschen Investor überzeugen.
Walter Bau wollte das tropische Bad für 15 Millionen Euro vorfinanzieren. Die Stadt sollte das Grundstück für das Projekt bereitstellen und jedes Jahr an Walter Bau etwa eine Million Euro abzahlen. Nach 20 Jahren hätte der Stadt das Bad gehört. Im Oktober 2004 hat die Stadtbehörde eine Vereinbarung mit Walter Bau unterschrieben. Sie soll ein halbes Jahr lang gelten. In dieser Zeit darf Zielona Gora mit keinem anderen Investor über ein Badprojekt verhandeln. Der Stadt sind derzeit folglich bei der Investor-Suche die Hände gebunden, es sei denn, Walter Bau meldet Insolvenz an. Walter Bau habe nicht über seine finanziellen Schwierigkeiten informiert, sagte die Pressesprecherin der Bürgermeisterin. Bozena Ronowicz selbst wartet auf eine Erklärung des Konzerns. (Eig. Ber./ksi/spr)