Nach monatelangem Streit um neue Tarifverträge für die Piloten der Deutschen BA (dba) sei EasyJet zu keinen weiteren Verhandlungen bereit, sagte eine dba-Sprecherin gestern in München. Sollte sich EasyJet wegen des Tarifstreits gegen den Kauf der dba entscheiden, sei auch die Zukunft der Fluglinie mit ihren rund 800 Mitarbeitern in Gefahr. Derzeit gehört die dba noch zur British Airways.
Zu einer zentralen Bedingung für den Kauf hatte EasyJet neue Tarifverträge für die rund 200 Piloten der dba gemacht. Dadurch sollte unter anderem die maximale Flugzeit pro Jahr von derzeit rund 600 Stunden deutlich erhöht werden können. Dagegen wehrt sich nach Angaben der dba-Sprecherin der Berufsverband Cockpit. Der Verband befürchte eine Aufweichung der Tarifverträge auch für die Piloten anderer Fluggesellschaften.
Die dba-Piloten haben nach den Worten der Sprecherin keine Einwände gegen die neuen Tarifverträge. "Cockpit handelt nicht im Interesse unserer Piloten." Für die meisten Piloten würde sich das Einkommen durch die neuen Verträge verbessern. (dpa/rb)