Zwar bleiben die Briketts voraussichtlich ein Nischenprodukt, doch der klassische Kohlehändler ist für den Vertrieb nach wie vor eine wichtige Option. So lag die Brikettproduktion in Schwarze Pumpe im Jahr 2011 bei 893 000 Tonnen, während sie im Jahr 2012 nach aktuellen Schätzungen einen Stand von 720 000 Tonnen erreichen wird. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 registrierte das Unternehmen den Tiefstwert von 351 000 Tonnen.

Einer der Gründe für den Trend: Andere Energieträger sind im Verhältnis zu Braunkohle und Holz teuer geworden, weshalb die Verbraucher nach Angaben des Vattenfall-Bereichsleiters Gerd Sieling wieder Alternativen in Betracht ziehen.

Unterdessen steigt die Braunkohlestaub-Produktion in Schwarze Pumpe deutlich - von 898 000 Tonnen im Jahr 2011 auf knapp eine Million in diesem Jahr. So spricht die Vattenfall-Pressestelle von einem "positiven Geschäftsergebnis" im Bereich der Veredelung. Als Anwendungsgebiete für den Braunkohlestaub gelten unter anderem die Zement-, die Asphalt- und die Stahlindustrie.

Große Hoffnungen setzt Vattenfall zudem in die Forschung zur effizienten Kohletrocknung, die langfristig zu einem höheren Wirkungsgrad der Kraftwerke führen könnte. "Wir haben bereits den Nachweis erbracht, dass diese Technologie funktioniert", sagt Gerd Sieling.