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Unbefristete Bahn-Streiks möglich

Nürnberg/München.. Im Tarifstreit um Arbeitsplatzgarantien bei der Bahn droht die Gewerkschaft Transnet jetzt mit unbefristeten Streiks Ende dieses Monats. Sie werde zur Urabstimmung aufrufen, sollte der Vorstand der Bahn bis zum 24.

Oktober kein neues Angebot vorgelegt haben, sagte der Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen der Zeitung „Die Welt“ . Zunächst wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA mit Warnstreiks fortfahren. Am Wochenende sind keine Aktionen geplant.
Beim dritten Warnstreik innerhalb einer Woche legten gestern Morgen laut Transnet 320 Beschäftigte die Arbeit nieder und damit die Hauptbahnhöfe in Nürnberg und München lahm. Pendler und Reisende mussten im Regional- und Fernverkehr der beiden größten bayerischen Ballungsräume rund 180 Zugverspätungen in Kauf nehmen.
Nach Darstellung der Deutschen Bahn wirkten sich die Warnstreiks auch auf den bundesweiten Fernverkehr aus, da in München und Nürnberg Züge verspätet abfuhren. Bisher beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 2000 Bahn-Beschäftigte an den befristeten Ausständen, die zuvor auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Berlin stattfanden.
In dem Tarifkonflikt geht es um den Erhalt des Schutzes vor betriebsbedingten Kündigungen beim bundeseigenen Bahnkonzern bis 2010 auch nach dem geplanten Börsengang. Hansen kündigte an, bis zu einer Urabstimmung werde die Gewerkschaft die Warnstreiks verschärfen. „Wir werden die Aktionen ausdehnen - falls nötig auf alle Sparten der Bahn, wenn uns kein Angebot vorgelegt wird.“ Jede Woche werde es neue Warnstreiks geben, „mit einzelnen Schwerpunkten, die Auswirkungen auf das gesamte Bundesgebiet haben“ .
Transnet-Vorstandsmitglied Alexander Kirchner sagte, die Beschäftigten seien hoch motiviert, um ihre Arbeitsplätze zu kämpfen. „Die Eisenbahner haben heute gezeigt, dass sie es sich nicht gefallen lassen, wenn ihre Arbeitsplätze zum Spielball gemacht werden“ , erklärte er auf einer Kundgebung auf dem Nürnberger Hauptbahnhof. (dpa/ar)