"Wir müssen zu einer Fahrzeug-Besteuerung kommen, die sich an der Höhe der Kohlendioxid-Emissionen orientiert", sagte der Verkehrsexperte der Behörde, Axel Friedrich, der "Berliner Zeitung" gestern. "Nur so lassen sich Schäden an der Umwelt und Nachteile für unsere Volkswirtschaft vermeiden."
Die europäischen Autohersteller hatten sich Ende der neunziger Jahre verpflichtet, den Kohlendioxid-Ausstoß der Neuwagen im europäischen Durchschnitt bis 2008 auf 140 Gramm pro Kilometer zu senken. Heute liege der Durchschnittswert bei etwa 163 Gramm; in Deutschland wegen der vergleichsweise großen Motoren sogar bei 175 bis 180 Gramm pro Kilometer, sagte Friedrich.
Dass die Einführung einer emissionsabhängigen Besteuerung viel bewirken könne, zeige das Beispiel Großbritannien: Dort seien die Emissionen nach der Einführung einer Besteuerung der Dienstwagen nach Höhe des Kohlendioxid-Ausstoßes drastisch gesunken. So seien die Unternehmen sehr schnell auf verbrauchsarme Autos umgestiegen. In Deutschland sei das Steuersystem so gestaltet, dass man umso mehr Geld absetzen könne, je größer der Dienstwagen und seine Motorisierung sei, kritisierte Friedrich.
Der Anstieg des Ölpreises ging unterdessen ungebremst weiter. In London stieg beispielsweise der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent erstmals über die Marke von 74 Dollar. (AFP/sh)