Grund sei vor allem der Preisverfall für die Produkte, sagte Henzel bei einem Besuch von Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU).
Durch den wachsenden Marktanteil alternativer Produkte wie LCD- und Plasmageräte und die starke Konkurrenz aus Asien seien in kurzer Zeit zahlreiche Betriebe der Bildröhren- und TV-Glasproduktion geschlossen worden. Das Tschernitzer Werk sei damit der letzte eigenständige TV-Glashersteller in Europa, so Henzel. Junghanns begrüßte die Initiative der Geschäftsführung, bereits jetzt gemeinsam mit seinem Ministerium, mit der Zukunftsagentur Brandenburg und dem Landkreis Spree-Neiße nach neuen Perspektiven für den Standort zu suchen.
Die Tschernitzer schlitterten 2005 in zweistelliger Millionenhöhe in die roten Zahlen, obwohl die rund 400 Mitarbeiter seit 2003 auf höhere Löhne verzichten. Zu Jahresbeginn waren Verhandlungen der Tarifpartner um einen Anschlussvertrag zur Standortsicherung gescheitert. Der Betriebsrat hatte sich zuvor geweigert, dem Abbau von 20 Stellen zuzustimmen. (dpa/pk)