Denn am Mittwoch Abend setzte das zuständige Pariser Strafgericht die Urteilsverkündung im Bilanzschwindel-Prozess gegen Trichet erst für den 18. Juni an. Damit entscheidet sich erst an diesem Tag - drei Wochen vor dem geplanten Wechsel an der EZB-Spitze - ob Trichet die für dieses Amt benötigte „weiße Weste“ hat. "Damit ist Trichet erledigt", kommentierte der Anwalt einer der Anwälte in dem Verfahren, als die Pariser Richter nach dem knapp anderthalb Monate dauernden Prozess erst einmal die Aktendeckel zuklappten.
Trichet, Präsident der französischen Notenbank, soll in den 90-er Jahren bewusst falsche Bilanzen der damaligen Staatsbank Crédit Lyonnais abgesegnet haben. Die Staatsanwaltschaft fordert zehn Monate Haft auf Bewährung für Trichet. (afp/rb)