im Auftrag der amerikanischen Handelskammer in Deutschland ergab, dass sie im Vergleich zu den 30 Gesellschaften, die im Deutschen Aktienindex (Dax) platziert sind, eine höhere Profitabilität vorweisen können. "Firmen mit US-Kapital sind besser", bilanzierte Kammer-Präsident Fred Irwin gestern in Frankfurt/Main die Ergebnisse der Studie.
Der durchschnittliche Gewinn vor Steuern und Zinsen der mehr als 1800 US-Töchter in der Bundesrepublik lag 2001 bei 10,5 Prozent des Umsatzes. Bei den Dax-Unternehmen war das Niveau mit 5,7 Prozent nur halb so hoch. Mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 22 Prozent seien die Amerikaner oft Marktführer in ihren Segmenten. Die größten Chancen hätten Unternehmen in der Bundesrepublik, wenn sie bestehende Firmen aufkaufen statt eine eigene Infrastruktur aufzubauen, sagte Irwin.
Insgesamt erwirtschafteten die US-Ableger 2001 rund 540 Milliarden Euro Erlöse. Mit 800 000 Mitarbeitern beschäftigten sie etwa zwei Prozent aller in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer. Sie brachten ihren Mutterkonzernen im Durchschnitt 14 Prozent der Erlöse ein.
Die Amerikaner sind mit 100 Milliarden Euro - inklusive der hier erwirtschafteten und wieder investierten Gewinne - die größten Investoren in der Bundesrepublik. Ford war 2001 mit 16,3 Milliarden Euro Umsatz das größte amerikanische Unternehmen in Deutschland. Es folgte die General-Motors-Tochter Opel, die allerdings mit 36 300 die meisten Beschäftigten hatte.
Für die Zukunft erwartet Irwin "ein gesichertes ruhiges Signal" der Bundesregierung. "Das ganze Hin und Her mit Dienstwagen, Steuerdebatten oder die Einführung einer Mindestbesteuerung von Unternehmen gefährden künftige Investitionen", betonte der Kammer-Präsident. (dpa/rb)