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| 08:38 Uhr

Berlin
Techniker-Kasse startet elektronische Gesundheitsakte

Berlin. Als erste gesetzliche Krankenkasse hat die TK eine bundesweite elektronische Patientenakte gestartet. Den mehr als zehn Millionen Versicherten soll es künftig möglich sein, ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten an einem Ort zu speichern und mit dem Smartphone selbst zu managen. Sie sollen über die App der Techniker Krankenkasse auf einen digitalen Datentresor zugreifen können. Auch Arztbriefe und Röntgenbilder sollen in der Gesundheitsakte hochgeladen werden können. Kassenchef Jens Baas erhofft sich langfristig Kostenersparnisse bei einer gleichzeitig besseren Versorgung. Entwickelt wurde "TK-Safe" mit IBM Deutschland. Die E-Akte läuft laut Baas erfolgreich im Testbetrieb. Für einen weiteren Test könnten sich Versicherte nun registrieren. Noch in diesem Jahr sollten dann alle Versicherten die Gesundheitsakte nutzen können, wenn sie es wollen.

Als erste gesetzliche Krankenkasse hat die TK eine bundesweite elektronische Patientenakte gestartet. Den mehr als zehn Millionen Versicherten soll es künftig möglich sein, ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten an einem Ort zu speichern und mit dem Smartphone selbst zu managen. Sie sollen über die App der Techniker Krankenkasse auf einen digitalen Datentresor zugreifen können. Auch Arztbriefe und Röntgenbilder sollen in der Gesundheitsakte hochgeladen werden können. Kassenchef Jens Baas erhofft sich langfristig Kostenersparnisse bei einer gleichzeitig besseren Versorgung. Entwickelt wurde "TK-Safe" mit IBM Deutschland. Die E-Akte läuft laut Baas erfolgreich im Testbetrieb. Für einen weiteren Test könnten sich Versicherte nun registrieren. Noch in diesem Jahr sollten dann alle Versicherten die Gesundheitsakte nutzen können, wenn sie es wollen.

Bislang liegen medizinische Daten dezentral bei Ärzten und Krankenhäusern, Therapeuten und Krankenkassen. Union und SPD planen im Zuge der Fortentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte den Aufbau einer "elektronischen Patientenakte" bis 2021. Gesundheitsminister Jens Spahn will die elektronische Gesundheitskarte, die eigentlich schon vor mehr als zehn Jahren mit ihren Anwendungen zur Verfügung stehen sollte, in den nächsten dreieinhalb Jahren massiv vorantreiben. Allerdings hat der CDU-Politiker betont, dass er bei den Anwendungen keine "Insellösungen" möchte. Das Ministerium erklärte, "die Interoperabilität" mit den Systemen der Ärzte und Krankenhäuser müsse sichergestellt werden. Die zuständige Gesellschaft "gematik" erarbeite entsprechende Spezifikationen, Schnittstellen und Zulassungsvoraussetzungen. Bis Jahresende sollten die Voraussetzungen für die Einführung einer Patientenakte geschaffen werden. Projekte einzelner Kassen könnten wichtige Impulse liefern.

Baas sagte, die TK sei mit anderen Kassen im Gespräch, die ebenfalls solche Gesundheitsakten entwickelten. Allerdings könne es zwischen den Kassen durchaus einen Wettbewerb darüber geben, was man mit der Akte machen könne. In die TK-Akte soll direkt alles fließen, was die Kasse selbst an Daten gespeichert hat - Arztbesuche,, Diagnosen, Medikamente, Kosten. Hinzu sollen Daten von Ärzten und Kliniken kommen, auf längere Sicht auch von Apps und Fitnesstrackern. Auch sollen laut Baas eigene Daten, etwa zu selbst gekauften Medikamenten, hinzugefügt werden können. Das alles sei durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sicher. Die Versicherten sollten entscheiden können, was sie speichern wollten und welchem Arzt sie die Angaben zur Verfügung stellten wollten. Weder die TK noch IBM hätten Zugang zu den Daten, versicherte IBM-Deutschland-Chef Matthias Hartmann. Beteiligt sind zu Beginn 16 Kliniken der Agaplesion-Gruppe.

(rtr)