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Düsseldorf
Tarifeinigung auch für Metaller in NRW erzielt

Die Metall-Arbeitgeber und die IG Metall haben sich auch für Nordrhein-Westfalen auf einen Tarifabschluss geeinigt. Beide Seiten verständigten sich darauf, den zuvor in Baden-Württemberg ausgehandelten Pilot-Abschluss "im Wesentlichen" zu übernehmen. Für die rund 700.000 Beschäftigten bedeutet dies, neben einer Einmalzahlung für den März in Höhe von 100 Euro eine Erhöhung der Monatsgehälter um 4,3 Prozent ab April.

Im kommenden Jahr bekommt jeder Beschäftigte ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsgehalts und einen Festbetrag, der im nächsten Jahr 400 Euro beträgt. Ab 2020 können Eltern, Pflegende und Schichtarbeiter dann statt dieses tariflichen Zusatzgeldes acht zusätzliche freie Tage wählen. Zwei dieser Tage finanziert der Arbeitgeber. Vollzeitkräfte können zudem für die Dauer von zwei Jahren ihre Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden reduzieren.

Damit dies den Fachkräftemangel nicht verschärft, einigten sich beide Seiten darauf, dass der Anteil der Beschäftigten, die 40 Stunden pro Woche arbeiten, erhöht wird. Die Arbeitgeber bezeichneten den Kompromiss als "teuer und komplex", er biete aber zugleich zahlreiche flexible Elemente eines modernen Tarifvertrages.

(RP)