Cottbus. Das Jahr 2009 wird für das südbrandenburgische Handwerk ein Jahr der Belastungsproben. "Es lässt sich noch nicht abschätzen, welche Folgen die weltweite Krise auf die heimische Wirtschaft haben wird", sagte der Präsident der Handwerkskammer (Hwk) Cottbus, Peter Dreißig, am Mittwochabend während des traditionellen Neujahrsempfangs der Kammer. An Schwarzmalerei jedoch beteilige sich das Handwerk nicht. "Ich begrüße die Investitionsimpulse, die die Bundesregierung mit dem Konjunkturpaket II gesetzt hat", betonte Dreißig vor etwa 400 Gästen. "Wir sind zufrieden mit der Verdoppelung der Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen und der Entlastung der Bürger bei Steuern und Abgaben." Das könne aber nur ein Einstieg in eine Steuersenkung sein, der eine generelle Steuerreform folgen sollte. "Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Handwerksbetriebe und kleinere Unternehmen sollten schnell vom Konjunkturpaket II profitieren. "Mit den Geldern können der Investitionsstau in den Kommunen aufgelöst und Arbeitsplätze vor Ort durch Aufträge der öffentlichen Hand gesichert werden", sagte Platzeck. Eig. Ber./mic