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| 10:05 Uhr

In den Alpen vermisst
Suche nach Tengelmann-Chef Haub läuft auf Hochtouren

Karl-Erivan Haub im Oktober 2014 bei einer Pressekonferenz.
Karl-Erivan Haub im Oktober 2014 bei einer Pressekonferenz.
Zermatt. Seit Samstag wird Karl-Erivan Haub im Skigebiet am Matterhorn vermisst. Die Suche nach dem geschäftsführenden Gesellschafter des Mülheimer Einzelhandelskonzerns Tengelmann läuft auf Hochtouren.

Nach Angaben der für die Bergrettung zuständigen Air Zermatt sind alle verfügbaren Kräfte im Einsatz. Frühestens am Nachmittag werde es weitere Informationen geben, sagte eine Mitarbeiterin am Mittwochmorgen. Von Haub fehlt weiter jede Spur. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte am Mittwochmorgen auf Anfrage mit, dass er weiterhin in den Alpen vermisst werde. "Die Suchmannschaften vor Ort tun alles, um ihn zu finden", erklärte die Unternehmenssprecherin.

Nach Angaben der Kantonspolizei suchen Spezialisten seit Tagen nach dem vermissten 58-Jährigen. Es habe zahlreiche Überflüge mit Hubschraubern gegeben, Bergungsspezialisten hätten sich auch in Gletscherspalten abgeseilt, sagte ein Mitarbeiter der Polizeistation der Kantonspolizei in Zermatt. "Das Gelände ist sehr schwierig, hochalpin und sehr zerklüftet", sagte er. Allerdings habe es am Dienstag in dem Gebiet geschneit, was die Suche erschwert habe.

Der Vermisste sei am Samstag mit einer Seilbahn zum Klein Matterhorn gefahren. Die Bergstation liegt auf 3820 Metern. Dort verlor sich seine Spur. Von dort aus gibt es Abfahrten Richtung Zermatt und Italien. Auch auf italienischer Seite laufe die Suche auf Hochtouren. Es seien zu dem Zeitpunkt andere Skifahrer vor Ort gewesen, aber bislang sei niemand gefunden worden, der den 58-Jährigen gesehen habe, sagte der Mitarbeiter.

Eine Sprecherin der Tengelmann-Gruppe hatte am Dienstagabend bestätigt, dass der Milliardär vermisst wird.

(das/dpa/AFP)