Ein Forschungszentrum des Bundes mit Standort in Cottbus soll den Strukturwandel der Kohlereviere in Deutschland begleiten und bei Perspektiven unterstützen. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) hat am Montag, 23. Mai, das neue Kompetenzzentrum Regionalentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (KRE) offiziell eröffnet.
Bis Ende 2023 werden dort nach Angaben des Bundesbauministeriums 55 Arbeitsplätze entstehen.
Die Forscher des KRE beschäftigen sich unter anderem mit den Fragen: Wie geht es den Regionen? Wie geht es den Menschen dort? Was brauchen sie, um Arbeit und gute Lebensbedingungen vorzufinden und vor allem auch selbst gestalten zu können?

Cottbuser Zentrum für alle deutschen Kohlereviere

Zudem geht es um die Bildung neuer Partnerschaften, um die Chancen der Energiewende und der Digitalisierung für eine gelungene Transformation zu nutzen. Die Forschungsergebnisse in Cottbus werden sich demnach auch auf andere Regionen im Strukturwandel in Deutschland übertragen lassen.
„Die Leute im Lausitzer Kohlerevier wollen jetzt auch sehen, dass klar ist, dass sie im Wandel nicht allein gelassen werden. Deswegen ist jede Investition, die man anfassen kann (...) ein guter Vertrauensbeweis“, sagte Geywitz zur neuen Forschungseinrichtung. Die Ressortforschung solle Trendscout sein für alle Kohlequartiere. „Die Zukunft wird erforscht im Osten, das ist doch ein schönes Zeichen“, betonte die Bundesministerin.

Strukturstärkungsgesetz ist Grundlage für Aufbau des Kompetenzzentrums

Grundlage für den Aufbau des Kompetenzzentrums ist das Strukturstärkungsgesetz. Der Bund hat inzwischen mehr als 2.700 neue Arbeitsplätze in Behörden und Einrichtungen des Bundes in den Kohleregionen besetzt. Das sei bereits mehr als die Hälfte der als strukturpolitisches Ziel anvisierten 5.000 Arbeitsplätze bis 2028, wie ein Analyse des Kompetenzzentrums Regionalentwicklung zeigt. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat Standorte in Bonn, Berlin und Cottbus.