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| 10:50 Uhr

Berlin
Streit um Dieselnachrüstungen

Berlin. Neue Katalysatoren, die mit Harnstoff und AdBlue-Zusätzen arbeiten, lassen sich in alte Dieselautos nach Überzeugung des Umweltbundesamts sehr viel günstiger einbauen als vom Bundesverkehrsministerium angenommen. Behördenchefin Maria Krautzberger sagte dem "Spiegel", solche Nachrüstungen an der Abgas-Hardware schmutziger Fahrzeuge könnten im Schnitt schon für je 2000 bis 3000 Euro möglich sein. Das hätten Untersuchungen ihres Hauses ergeben. Eine Analyse von fünf Professoren im Auftrag des Verkehrsministeriums hatte dagegen jüngst eine Größenordnung von mehr als 5000 Euro pro Auto ergeben.

Neue Katalysatoren, die mit Harnstoff und AdBlue-Zusätzen arbeiten, lassen sich in alte Dieselautos nach Überzeugung des Umweltbundesamts sehr viel günstiger einbauen als vom Bundesverkehrsministerium angenommen. Behördenchefin Maria Krautzberger sagte dem "Spiegel", solche Nachrüstungen an der Abgas-Hardware schmutziger Fahrzeuge könnten im Schnitt schon für je 2000 bis 3000 Euro möglich sein. Das hätten Untersuchungen ihres Hauses ergeben. Eine Analyse von fünf Professoren im Auftrag des Verkehrsministeriums hatte dagegen jüngst eine Größenordnung von mehr als 5000 Euro pro Auto ergeben.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnt Eingriffe an der Hardware alter Dieselfahrzeuge ab. Er setzt stattdessen - wie die Autobranche - auf Software-Updates.

Unterdessen drohen Volkswagen durch die Umstellung auf den neuen Abgas-Teststandard WLTP Lieferengpässe bei bestimmten Modellen. Wenn der Prüfzyklus zur Bestimmung von Verbrauch sowie Schadstoff- und CO2-Emissionen eingeführt wird, könne es in der zweiten Jahreshälfte bei der Kernmarke VW Pkw zu "Anpassungen in der Produktion" kommen, teilte das Unternehmen mit. Das bedeutet, dass der Autobauer gezwungen sein könnte, einen Teil der normalen Produktionsabläufe wegen zusätzlichen Aufwands umzuplanen.

Einem Bericht der Branchenzeitung "Automobilwoche" zufolge denkt der Autobauer deshalb auch über eine Verkürzung der Werksferien nach.

(dpa)