Die endgültige Bewertung der bisherigen Verhandlungen mit einem privaten Bieterkonsortium werde "aller Voraussicht nach" bis zum 7. März auf dem Tisch liegen, sagte Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) gestern in Berlin.
Das einzig verbliebene Konsortium aus Hochtief und IVG sowie Bund und Länder hatten die Verhandlungen über die Privatisierung der Flughafengesellschaft und den Bau des neuen Flughafens in Berlin-Schönefeld Anfang des Monats abgebrochen. Eine Entscheidung, ob die Verhandlungen für gescheitert erklärt werden und der Flughafenbau in staatlicher Regie erfolgt, war Ende vergangener Woche vertagt worden. Das Konsortium hat bereits eine Vergaberüge eingereicht.
Nach den Worten Stolpes hat auf Seiten der Alt-Gesellschafter der Eindruck bestanden, "dass keine gerechte Verteilung der Risiken" zwischen öffentlicher Hand und privaten Investoren gegeben sei.
Erwartet wird, dass die staatliche Seite das Angebot als unzureichend ablehnt. Aus vergaberechtlichen Gründen spricht dies aber niemand offen aus. (dpa/maf)