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| 10:00 Uhr

Steuern sparen
Steuererklärung 2017 lohnt sich für Arbeitnehmer

Die Steuererklärung lohnt sich für die meisten Arbeitnehmer. Denn in der Regel können sie mit einer Erstattung rechnen, sagen Fachleute.
Die Steuererklärung lohnt sich für die meisten Arbeitnehmer. Denn in der Regel können sie mit einer Erstattung rechnen, sagen Fachleute. FOTO: Robert Günther / dpa-tmn
Cottbus. Viele Arbeitnehmer müssen keine Einkommensteuererklärung machen. Dennoch lohnt sich das häufig, sagen Steuerfachleute aus der Lausitz. Und die Finanzministerien in Sachsen und Brandenburg haben schon 2017 in zahlreichen Fällen Geld zurückerstattet. Von Oliver Haustein-Teßmer

Bis Ende Februar haben die Arbeitgeber der Region ihre Steuerdaten ans Finanzamt übermittelt. Jetzt sind die Steuerzahler an der Reihe: Die Steuererklärung für 2017 steht an.

Obwohl viele Arbeitnehmer nicht unbedingt eine Erklärung abgeben müssen, kann sich dies auszahlen: Laut Finanzministerium haben brandenburgische Arbeitnehmer für 2016 im vergangenen Jahr durchschnittlich 1272 Euro zurückbekommen. In Sachsen erhielten Arbeitnehmer und Rentner im Schnitt 510 Euro zurück; bei freiwilligen Steuererklärungen waren es 714 Euro. Eine Steuererklärung lohnt sich häufig: „Wenn kein gleichmäßiger Verdienst erzielt worden ist oder die Werbungskosten, wie Fahrtkosten, mehr als 1000 Euro im Jahr ausmachen“, sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine e. V. Ratsam sei dies auch, wenn Handwerkerrechnungen oder Spenden abgesetzt werden könnten.

Die Finanzministerien werben dafür, dass mehr Bürger ihre Steuererklärung mit elektronischem Zertifikat oder mit der Software „Mein Elster“ abgeben. Sachsen fördert dies durch Fristverlängerung um zwei Monate: „Wer diese Möglichkeit nutzt, hat bis zum 31. Juli 2018 Zeit“, sagt Markus Kallinke, Referatsleiter beim Landesamt für Steuern und Finanzen in Dresden. Ansonsten gilt der 31. Mai als Abgabefrist, für Steuerberater der 31. Dezember. Elektronisch sei einfacher, heißt es bei den Finanzverwaltungen. „Das stimmt nur bei oberflächlicher Betrachtung“, sagt dagegen Dirk Rosenbaum von der Rosenbaum Treuhand Steuerberatungsgesellschaft mbH in Cottbus. Denn es seien mehr Pflichten auf den Steuerpflichtigen verlagert worden.