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Stark bei Dienstleistungen und Informationsangeboten

TNS-Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner betreute die Studie zur Cottbuser IHK.
TNS-Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner betreute die Studie zur Cottbuser IHK. FOTO: LR
Cottbus. Die Cottbuser Industrie- und Handelskammer ist stark in den Bereichen Dienstleistung und Informationsangebote. Dies ergab eine im IHK-Auftrag erstellte und gestern veröffentlichte Studie. Christian Taubert

Ein insgesamt gutes Niveau wird der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus bei der aktuellen Wahrnehmungs- und Zufriedenheitsanalyse bescheinigt, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag der IHK durchgeführt hat. Klaus-Peter Schöppner, der als Geschäftsführer von TNS Emnid die Studie fachlich betreut hatte, erklärte am Donnerstag in Cottbus, "dass mit der Studie ein Monitoringprozess eingeleitet worden ist, der letztlich Stärken und Schwächen analysiert". Hieraus könnte die IHK ihre Schlussfolgerungen für das zukünftige Wirken ableiten.

Als eindeutige Stärke wurde in der Analyse die Qualität der IHK-Informationsangebote und Dienstleistungen gesehen. Vor allem bei den größeren und mittelständischen Unternehmen, die auch im Handelsregister stehen, sind gegenüber der vorangegangenen Umfrage aus dem Jahr 2009 fast durchgängig positive Zuwachsraten bei Image und Mitgliederzufriedenheit zu verzeichnen. Größte Herausforderung bleibe allerdings die Einbeziehung der kleineren Unternehmen, wo die Werte im Wesentlichen stabil geblieben sind. Ein Hauptgrund dafür ist laut Studie, dass Kleingewerbetreibende weniger fachlichen Kontakt mit der IHK haben, da sie seltener ausbilden, seltener Förderanträge stellen, kaum Exportbescheinigungen benötigen und auch häufig beitragsbefreit sind.

"Im südbrandenburgischen Durchschnitt haben in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 37 Prozent der Mitgliedsunternehmen mindestens einmal IHK-Services in Anspruch genommen. Der bundesweite Schnitt liegt aktuell mit 40 Prozent minimal höher als der Cottbuser Wert", erläuterte Schöppner. In Südbrandenburg reiche dabei die Spanne von 31 Prozent bei den Kleingewerbetreibenden bis zu 83 Prozent bei den größeren Handelsregister-Unternehmen.

"Wir freuen uns, dass wir insbesondere bei den größeren Unternehmen und mittelständischen Betrieben mit unserer Arbeit deutlich besser überzeugen können als noch vor vier Jahren", betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger. Enttäuscht zeigte er sich, dass man als politischer Interessenvertreter weniger wahrgenommen werde. Auf der IHK-Vollversammlung am Abend sollte auch darüber beraten werden.