Hintergrund sind umstrittene Extrazahlungen von bis zu 1300 Euro monatlich an Betriebsratsmitglieder des Autoherstellers. Der zum Jahresende ausscheidende Betriebsratschef hatte wie auch das Unternehmen die Zahlungen als rechtmäßig verteidigt. Neben Franz stehen noch zwei weitere Personen unter Verdacht, sagte der Staatsanwalt.

Franz fürchtet die Untreue-Ermittlungen der Darmstädter Staatsanwaltschaft nicht. „Ich bin mir sehr sicher, dass sich das Ganze in Wohlgefallen auflösen wird“, sagte er am Montag in Rüsselsheim. Er verteidigte erneut die Sonderzahlungen von Opel an Betriebsratsmitglieder. Es habe sich um pauschale Vergütungen zusätzlichen Arbeitsaufwands gehandelt und stehe völlig im Einklang mit dem Betriebsverfassungsgesetz. Der 59 Jahre alte Franz wies Spekulationen zurück, dass sein zum Jahresende geplanter Rückzug als Betriebsratschef mit den Ermittlungen im Zusammenhang stehe. „Ich habe meine Altersteilzeit bereits im November 2006 vereinbart und stehe seit 2009 im aktiven Teil der Vereinbarung.“ Er habe sein Ausscheiden erst in der vergangenen Woche bekannt gegeben, um auch nach außen als handlungsfähiger Vertreter der Arbeitnehmer wahrgenommen zu werden.

Er halte die Ermittlungen der Staatsanwälte für ein normales rechtsstaatliches Verfahren, sagte Franz, nachdem die Vorwürfe gegen Opel und ihn öffentlich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erhoben worden waren.