6 Prozent (Brandenburg: 8,1) gesunken. Die "rote Laterne" habe Forst (11,9), gefolgt von Guben (11,8), was Müller mit den Worten kommentiert: "Ein Problem tut sich auf in Spree-Neiße."

Mit 10 644 Langzeitarbeitslosen in seinem Zuständigkeitsbereich gebe es 1989 Betroffene weniger als im Februar 2016. In diesem Monat gab es 27 254 Arbeitslose, davon 57,5 Prozent Männer. Auch hier sei laut Müller im Vergleich zum Vorjahr in allen Bereichen ein Rückgang zu verzeichnen gewesen.

Sehr zufrieden zeigte er sich auch hinsichtlich der von den Betrieben gemeldeten 5712 freien Arbeitsstellen. "Das ist der höchste Stand seit Bestehen der Agentur", so der Geschäftsführer, der aber einräumte, dass sich darunter auch Arbeitsplätze befänden, die nicht so begehrt seien. Besonders gesucht seien Fachkräfte und immer wieder Fachkräfte, hob er hervor. Dennoch soll jeder Arbeitsuchende ein "vernünftiges Angebot" erhalten - beispielsweise auch in Form von Bildungsgutscheinen. Auf dem Ausbildungsmarkt sei auffällig, dass 2352 Bewerbern (ein Minus zum Vorjahr von 6,8 Prozent) schon jetzt 3129 Ausbildungsstellen (ein Plus zum Vorjahr von 8,5 Prozent) gegenüberstünden.

In Ostsachsen konstatiert Müllers Amtskollege für den Bereich Bautzen, Thomas Berndt, einen saisonbedingten leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl auf 25 290. Das sind 11,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. "Ich gehe davon aus, dass die ostsächsischen Unternehmen ab März wieder mehr Personal einstellen werden. Die Zeichen dafür stehen gut. Denn meine Mitarbeiter akquirierten bereits im Februar über 1200 neue Arbeitsstellen. Damit sind aktuell mehr als 3900 sozialversicherungspflichtige Stellen zu besetzen - deutlich mehr als im Februar des Vorjahres", betont Thomas Berndt.