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| 01:37 Uhr

Spott für Tarifforderungen von Wirtschaftsminister Jurk

Dresden.. Mit seiner Forderung nach höheren Tarifabschlüssen hat Sachsens Arbeits- und Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) von Linken und Gewerkschaften Kritik und Spott geerntet.


Die Forderung Jurks sei "geradezu lächerlich, wenn die Staatsregierung selbst nur Unternehmen beauftragt, die keine Tariflöhne zahlen", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Caren Lay, gestern in Dresden. Durch diese Praxis würden besonders niedrige Löhne vom Freistaat regelrecht gefördert, da sich nur Betriebe durchsetzen könnten, die ihren Mitarbeitern wenig zahlten. DGB-Chef Hanjo Lucassen forderte ein Vergabegesetz für Sachsen, das bei öffentlichen Aufträgen nicht mehr automatisch den billigsten Anbieter automatisch auswähle. Vielmehr müssten auch soziale und tarifliche Kriterien berücksichtigt werden.
Jurk hatte am Montag die Arbeitgeber aufgefordert, bei den aktuellen und künftigen Tarifverhandlungen die Lohn-Lücke zwischen Ost und West im Blick zu haben. Nach einer Erhebung des Statistischen Landesamtes liegt der durchschnittliche Verdienst in Sachsen bei rund 80 Prozent des Westgehalts. (ddp/sm)