Durch neue Solarstromanlagen werde das Jahresvolumen auf rund 300 Megawatt steigen und sich gegenüber 2003 in etwa verdoppeln, kündigte der Verband gestern in Berlin an. Die Branche erwarte für das laufende Jahr erstmals Umsätze von weit über eine Milliarde Euro. Davon profitierten vor allem das deutsche Handwerk und rund 50 zumeist mittelständische Photovoltaikhersteller.
Wie der Verband weiter mitteilte, werden nach Angaben der Solarindustrie 2004 deutlich mehr Anlagen in Deutschland errichtet als bisher erwartet. Um der erheblich gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, investiere die Branche allein dieses Jahr über 200 Millionen Euro in Modernisierung und Ausbau der Solarfabriken am Standort Deutschland. Zusammen mit verstärkten Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung führe dies 2004 zu rund 5000 neuen Arbeitsplätzen.
Trotz der massiven Kapazitätsausweitungen gebe es durch die enorme Nachfragesteigerung derzeit aber Lieferengpässe bei den Herstellern, teilte der Verband mit. Dies betreffe besonders Komponenten wie Silizium, Solarglas oder Tedlarfolien. Ungeachtet verdoppelter Kapazitäten seien "zahlreiche Hersteller bereits bis über den Jahreswechsel hinaus ausverkauft". Der UVS unternehme aber "große Anstrengungen, um allen Kundenanfragen möglichst zeitnah gerecht zu werden", versicherte UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig. (ddp.vwd/maf)