Siemens schröpft die Gesundheitssparte. Allein in Deutschland stehen mehrere Hundert Stellen auf dem Spiel. Betroffen ist die Herstellung von Geräten zur Bekämpfung von Krebstumoren. Diese befindet sich an den bayerischen Standorten Erlangen, Forchheim und Kemnath sowie im thüringischen Rudolstadt.

Siemens will mit den Streichungen auf die Veränderungen im Gesundheitsmarkt reagieren. Denn wegen der knappen öffentlichen Kassen sinken die Ausgaben dort.

Für das neue, am 1. Oktober begonnene Geschäftsjahr 2011/2012 stellte Vorstandschef Peter Löscher am Donnerstag in München für den Gesamtkonzern ein moderates Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent in Aussicht. Gleichzeitig bestätigte Löscher das Ziel, mittelfristig einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Euro erzielen zu wollen.

Ob es dazu in Zukunft Übernahmen von anderen Firmen geben werde, dazu äußerte sich Löscher nur ausweichend. Man sei „gut gerüstet“, die „Wachstumsbasis für die Zukunft weiter auszubauen“. Beobachter halten angesichts der hohen Rücklagen Übernahmen für möglich.

In dem am 30. September 2011 abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 stieg der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr den Angaben zufolge um 65 Prozent auf sieben Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis ergebe sich beim Nettogewinn ein Plus von 55 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Der Umsatz habe um sieben Prozent auf 73,5 Milliarden Euro zugelegt, der Auftragseingang sei sogar um 16 Prozent auf 85,6 Milliarden Euro gestiegen, hieß es bei der Vorlage der Bilanz.

Konzernchef Löscher zeigte sich zufrieden: „2011 war für Siemens ein ausgezeichnetes Jahr.“ Die Aktionäre sollen mit einer von 2,70 auf drei Euro erhöhten Dividende am Gewinn beteiligt werden.