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| 09:23 Uhr

Seattle
Seattle führt Steuer gegen Obdachlosigkeit ein

Seattle. Die Amazon-Heimatstadt Seattle führt eine umstrittene neue Steuer ein, bei der größere Unternehmen jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zahlen müssen. Der Stadtrat nahm eine von Bürgermeisterin Jenny Durkan ausgehandelten Kompromissvorschlag statt der ursprünglich angepeilten 500 Dollar pro Mitarbeiter an. Die Steuer soll ab 2019 rund 47 Millionen Dollar jährlich bringen und ist auf fünf Jahre angesetzt. Amazon kommt mit seinen 40.000 Mitarbeitern in der Stadt auf einen Betrag von elf Millionen Dollar pro Jahr. Der Online-Händler hatte aus Protest gegen die Steuerpläne den Bau eines neuen Gebäudes in der Stadt gestoppt.

Die Amazon-Heimatstadt Seattle führt eine umstrittene neue Steuer ein, bei der größere Unternehmen jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zahlen müssen. Der Stadtrat nahm eine von Bürgermeisterin Jenny Durkan ausgehandelten Kompromissvorschlag statt der ursprünglich angepeilten 500 Dollar pro Mitarbeiter an. Die Steuer soll ab 2019 rund 47 Millionen Dollar jährlich bringen und ist auf fünf Jahre angesetzt. Amazon kommt mit seinen 40.000 Mitarbeitern in der Stadt auf einen Betrag von elf Millionen Dollar pro Jahr. Der Online-Händler hatte aus Protest gegen die Steuerpläne den Bau eines neuen Gebäudes in der Stadt gestoppt.

Jetzt werden die Arbeiten fortgeführt, auch wenn Amazon sich enttäuscht zeigte. Die Steuer gilt für Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz über 20 Millionen Dollar. Nach Schätzungen des Stadtrats werden rund 585 Arbeitgeber davon betroffen sein - rund drei Prozent aller Unternehmen in Seattle. In der Stadt war zuletzt die Zahl der Obdachlosen stetig gewachsen, als ein Grund dafür wird der Anstieg der Mietpreise gesehen, weil Seattle zunehmen zum Standort für Tech-Unternehmen wird.

(dpa)