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| 01:03 Uhr

Seat lässt das Vorbild Alfa Romeo ziehen

Köln.. Volkswagen plant nach einem Medienbericht, seine spanische Tochter Seat in die deutsche Tochter Audi zu integrieren. Das berichtete gestern das Wirtschaftsmagazin „Capital“.

Außerdem wolle Audi-Chef Martin Winterkorn, der im VW-Konzern auch für Seat zuständig ist, die Markenstrategie ändern.
Anstatt sich wie bisher mit der sportlich ausgelegten italienischen Marke Alfa Romeo zu messen, solle Seat künftig sparsame, umweltfreundliche und dennoch sportliche Kleinwagen bauen. Ein Audi-Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich, dass sich der Hersteller zurzeit in "intensiven Gesprächen" über die künftige Strategie bei der spanischen Marke befindet.
Nachdem in Medienberichten zuletzt über einen Stellenabbau und einen möglichen Verkauf von Seat spekuliert worden war, hatte Seat-Aufsichtsratschef Winterkorn in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" Mitte Oktober eine Neuausrichtung angekündigt. "Mit Seat haben wir uns in den letzten Monaten sehr intensiv beschäftigt und wir werden in Kürze, das heißt schon in wenigen Wochen, grundlegende Entscheidungen über die Zukunft von Seat treffen", sagte Winterkorn.
Die Neuausrichtung werde sich auch auf die Arbeitsplätze bei Seat auswirken, berichtete "Capital" weiter. Bei dem Hersteller arbeiteten 1400 Menschen „zu viel“ . Um Entlassungen zu vermeiden, wolle der Seat-Vorstand die Arbeitszeit verkürzen und die Löhne um bis zu 15 Prozent drücken.
(ddp.vwd/rb)