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| 01:01 Uhr

Schwarzheide erhält weitere BASF-Anlage

Schwarzheide.. Der Chemiekonzern BASF wird seine Kapazitäten zur Herstellung des biologisch abbaubaren Kunststoffs Ecoflex beträchtlich erweitern und dazu in Schwarzheide eine neue Anlage errichten. Bisher stellt die BASF jährlich 8000 Tonnen Ecoflex in Ludwigshafen her.

Aus Schwarzheide kommen künftig weitere 6000 Tonnen. Das teilte der Konzern gestern mit.
Am Lausitzer Standort werden für die neue Anlage 2,9 Millionen Euro investiert. Wie Arne Petersen, Pressesprecher der BASF Schwarzheide GmbH, der RUNDSCHAU sagte, beginnen die Bauarbeiten im Mai. Die technische Fertigstellung der Anlage ist für den Dezember vorgesehen, die Inbetriebnahme für Januar 2006.
Neue Arbeitsplätze entstehen nach Angaben von Petersen nicht. Die Investition sei aber wichtig für die Sicherung vorhandener Stellen in Schwarzheide. Die Standortwahl zu Gunsten der Lausitz sei im konzerninternen Wettbewerb unter dem Gesichtspunkt erfolgt, wo Kapazitätserweiterung und Produktion besonders kostengünstig sind.
Ecoflex ist ein biologisch abbaubarer Copolyester. Er wird in Kombinationen mit Materialien wie Stärke, Zellulose oder Polymilchsäure eingesetzt, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Aus solchen Ecoflex-Kombinationen entstehen unter anderem Tragetaschen, Biomüllbeutel, Mulchfilm für die Landwirtschaft sowie verschiedene Lebensmittelverpackungen. Noch bis 2012 sind solche biologisch abbaubaren Materialien laut Verpackungsverordnung von den Entsorgungsgebühren befreit, die Hersteller an das Duale System Deutschland (DSD, Grüner Punkt) oder an DSD-Konkurrenten zahlen müssen.
Die BASF beschäftigt in Schwarzheide rund 2300 Mitarbeiter. Nach Abschluss mehrjähriger Umstrukturierungs- und Erneuerungsprogramme waren die Investitionen am Lausitzer Standort 2004 auf 18 Millionen Euro gesunken, dem niedrigsten Wert seit 1991. Im laufenden Jahr soll die 20-Millionen-Euro-Grenze wieder überschritten werden. (Eig. Ber./rb)