Die Entscheidung über den Bau eines privat finanzierten neuen Großflughafens in Berlin ist am Freitag erneut vertagt worden. Damit steht das Milliardenprojekt weiter auf der Kippe.

Die Verhandlungen zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem Bund auf der einen Seite und einem privaten Konsortium auf der anderen Seite brachten bis Freitag keinen Einigung, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit. Die Entscheidung soll nun am 21. Februar fallen.

Der neue Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) soll auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Flughafens Schönefeld entstehen. Die Eröffnung soll frühestens 2008 sein. Die beiden anderen Berliner Flughäfen Tegel und Tempelhof sollen geschlossen werden. Dem privaten Bieterkonsortium gehören der Baukonzern Hochtief und die Immobiliengesellschaft IVG an.

Im August hatten beide Seiten bereits eine gemeinsame Interessenserklärung verabschiedet. Demnach soll Schönefeld für 1,7 Milliarden Euro zum BBI ausgebaut werden, die staatliche Flughafen-Holding BBF geht zuvor schon für 290 Millionen Euro in private Hände über. Die Verhandlungen hatten sich in den vergangenen Monaten immer wieder herausgezögert.