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| 18:23 Uhr

Konjunktur
Schmierstoffproduzent Elaskon aus Dresden will 2018 weiter wachsen

Schmierstoffe von Elaskon – hier speziell für Drahtseile – werden schon seit 1928 hergestellt.
Schmierstoffe von Elaskon – hier speziell für Drahtseile – werden schon seit 1928 hergestellt. FOTO: Matthias Hiekel
Dresden. Der Mittelständler ist kontinuierlich gewachsen. Zum 90. Firmenjubiläum stehen nun größere Veränderungen an.

Der Dresdner Schmierstoffproduzent Elaskon blickt zum 90. Firmenjubiläum positiv in die Zukunft: „Wir wollen kontinuierlich weiter wachsen“, sagte Inhaber und Geschäftsführer Karl Schwald am Mittwoch in Dresden. 2018 strebt der Nischenproduzent einen Umsatz von 30 Millionen Euro an. Das wäre ein Plus gegenüber 2017 (28,5 Millionen Euro), 2016 (28 Millionen Euro) und 2010 (19,5 Millionen Euro). Außerdem soll der Export im asiatischen Raum weiter ausgebaut werden. Nach und nach will Schwald die Geschäfte noch stärker an seinen Sohn Tobias Schwald abgeben.

Elaskon beschäftigt derzeit 86 Mitarbeiter und produziert Schmierstoffe und Korrosionsschutzstoffe. Zu DDR-Zeiten war Elaskon vielen Autofahrern bekannt, die mit dem Produkt Elaskon K 60 ML den Unterboden ihrer Fahrzeuge konservierten.

Der Betrieb exportiert heute in mehr als  60 Länder. Bei der Herstellung von Schmierstoffen für Drahtseile ist der Betrieb nach eigenen Angaben Weltmarktführer. Zweites Standbein ist der Handel mit Schmierstoffen von Exxon Mobil.

Vor neue Herausforderungen stellt den Betrieb, dass Drahtseile inzwischen in einigen Fällen von Kunststoffseilen abgelöst werden. Etwa bei Aufzügen und Kränen ist das der Fall. Daraus ergäben sich ganz neue Anforderungen an die Schmierstoffe, erkärte Geschäftsführer Tobias Schwald am Mittwoch.

Gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz und einem Start-up arbeite man aber bereits an Lösungen, wie ein neues Elaskon-Produkt in den Fertigungsprozess der Seile integriert werden kann. Mittelfristig soll außerdem ein Seilkompetenzzentrum in der Stadt geschaffen werden.

Auch in Thüringen gibt es Veränderungen: Das Unternehmen hat 2018 den Mineralölvertrieb Nordhausen GmbH mit acht Mitarbeitern übernommen. In dem Zuge ist die thüringische Niederlassung in Umpferstedt nach Nordhausen umgezogen.

(dpa)