Als einen der Hauptgründe nannte sie den Preisverfall bei Schweinen (minus 20,3 Prozent) und Milch. Das Höfe-Sterben geht weiter.
Der Gewinn der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe ging im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2001/02 (Juli 2001 bis Juni 2002) durchschnittlich um 6,6 Prozent auf 33 593 Euro zurück. Im laufenden Jahr rechnet Künast sogar mit einem Gewinnrückgang um bis zu 20 Prozent. Künast zufolge hatte es in den beiden vorangegangenen Jahren noch Gewinnsteigerungen von 19,4 beziehungsweise 14,8 Prozent gegeben.
Von rund 395 000 landwirtschaftlichen Betrieben schlossen rund vier Prozent. Auch die Zahl der haupt- oder nebenberuflich in der Landwirtschaft tätigen Arbeitskräfte nahm um 3,9 Prozent ab. Die Bauern mussten insbesondere mehr Geld für Personal, Futter für Rinder und Pflanzenschutzmittel ausgeben. Höhere Erlöse erzielten sie hingegen für pflanzliche Produkte wegen der sehr guten Ernte 2001.
Durch eine schlechtere Ernte und weiter gesunkene Getreidepreise fielen die Erlöse aus dem Ackerbau 2002 jedoch deutlich geringer aus. Das Durchschnittseinkommen der Landwirte sank um 6,1 Prozent auf 21 763 Euro im Jahr. Zugleich werden laut Künast weiter steigende betriebliche Aufwendungen erwartet.
Die Ertragslage der Öko-Betriebe entwickelte sich in ähnlichem Maße. Dort gingen die Einkommen um 6,5 Prozent zurück. Die ökologisch wirtschaftenden Betriebe verbuchten nur geringfügig niedrigere Gewinne als vergleichbare konventionelle Betriebe.
Als Hauptziele der Bundesregierung nannte Ministerin Künast vorsorgenden Verbraucherschutz, Qualitätssicherung, eine tier- und umweltgerechte Erzeugung in wettbewerbsfähigen Unternehmen und die Entwicklung ländlicher Räume. (dpa/rb)