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| 01:30 Uhr

Sachsens Handwerk optimistisch wie nie

Dresden. Die Stimmung im sächsischen Handwerk ist besser denn je. Bei der Frühjahrskonjunkturumfrage der Handwerkskammer Dresden schätzten 44 Prozent der 757 befragten Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage als gut ein, wie Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski am Dienstag in Dresden sagte. dapd/sm

Das seien 22 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Weitere 41 Prozent der Betriebe sind der Umfrage zufolge mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Damit werteten seit Beginn der Konjunkturbeobachtung im Jahr 1993 so viele Firmen wie nie ihre Lage positiv.

Inflation, steigende Rohstoffpreise und der Fachkräftemangel seien jedoch Risiken für die Zukunft. Kammerpräsident Claus Dittrich erklärte, die aktuell gute Stimmung beruhe vor allem auf den Auswirkungen des Konjunkturpakets II und dem Trend zur energetischen Sanierung von Gebäuden. Der Wohnhausbau einschließlich der energetischen Sanierung mache inzwischen 50 Prozent des Umsatzes der Baubetriebe aus.

Laut Umfrage hatten 23 Prozent der Unternehmen im ersten Quartal 2011 mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum. Auch die Prognose für den Rest des Jahres ist gut. „94 Prozent der Unternehmen erwarten gleichbleibende oder steigende Auftragseingänge“, sagte Brzezinski. Allerdings habe nur jeder sechste Betrieb steigende Umsätze gemeldet. 41 Prozent mussten Umsatzeinbußen hinnehmen. Dittrich zufolge stieg die Stimmung in allen Teilen des Kammerbezirks. Am zufriedensten seien die Betriebe im Landkreis Görlitz.

Die Beschäftigtenzahl im sächsischen Handwerk liege jedoch immer noch spürbar niedriger als vor der Krise. Im Durchschnitt beschäftige ein Handwerksbetrieb elf Mitarbeiter.

Auf die einzelnen Branchen bezogen zeigten sich der Umfrage zufolge die Unternehmen des Gesundheitsgewerbes wie Augenoptiker und des Ausbaugewerbes am zufriedensten.

Die Handwerkskammer Dresden zählt 22 500 Mitgliedsbetriebe mit 180 000 Mitarbeitern und 8000 Lehrlingen.