ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:00 Uhr

RWE-Konzern kappt sein Wassergeschäft

Essen.. Mit dem geplanten Ausstieg aus seinem Wassergeschäft in den USA und Großbritannien hat der Essener RWE-Konzern die Weichen für eine stärkere Konzentration auf die renditestarken Strom- und Gasmärkte gestellt.

"RWE geht diesen Schritt, um seine Kernkompetenzen zukünftig gebündelt auf die zusammenwachsenden Strom- und Gasmärkte in Europa konzentrieren zu können", hieß es in einer gestrigen Mitteilung.
Bis zum Jahr 2007 sei der Verkauf RWE Thames Water in Großbritannien und von American Water Works Company in Nordamerika geplant, teilte das Unternehmen mit. Das Wassergeschäft von RWE Thames Water in Kontinentaleuropa werde dagegen mit Ausnahme der spanischen Pridesa in die RWE Energy integriert.
Für die Aktionäre kündigte das Unternehmen eine vorübergehende Erhöhung der Ausschüttungsquote für die Geschäftsjahre 2006 und 2007 an. Zudem sei ein Schuldenabbau geplant.
Für den geplanten Verkauf würden zunächst verschiedene Alternativen geprüft. Möglichkeiten seien ein Börsengang und die Veräußerung zunächst des US-Wassergeschäfts an eine Gruppe von langfristig orientierten Finanzinvestoren.
Sobald der Verkauf von American Water Works erfolgreich auf den Weg gebracht worden sei, werde RWE den Verkauf für das britische Wassergeschäft RWE Thames Water starten, hieß es weiter. Beide Geschäfte bedürfen nach Unternehmensangaben noch der Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden sowie des RWE-Aufsichtsrates.
Thames Water ist das führende Wasser- und Abwasserunternehmen in Großbritannien. Es versorgt acht Millionen Menschen mit Trinkwasser und reinigt das Abwasser für 15 Millionen Menschen. Die American Water Gruppe ist der größte und geographisch am breitesten aufgestellte Anbieter von Wasserdienstleistungen in Nordamerika. Das Unternehmen ist im Wassergeschäft in 29 Bundesstaaten und drei kanadischen Provinzen tätig. Es hat 18 Millionen Kunden für Trinkwasser und Abwasser. Im Geschäftsjahr 2004 erwirtschafteten 7000 Mitarbeiter über mehr als zwei Milliarden Dollar (1,67 Milliarden Euro) Umsatz. (dpa/maf)