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| 11:54 Uhr

Zerschlagung von Innogy
RWE-Chef wirbt bei Aktionären für Geschäft mit Eon

Essen. Durch den Deal zwischen Eon und RWE wird die Tochter Innogy zerschlagen. Der RWE-Chef wirbt bei den Aktionären für das Geschäft.

Durch den Deal zwischen Eon und RWE wird die Tochter Innogy zerschlagen. Der RWE-Chef wirbt bei den Aktionären für das Geschäft.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hat vor den Aktionären des Energiekonzerns für das geplante Geschäft mit Konkurrent Eon geworben, das zur Zerschlagung der Tochter Innogy führen wird. Die Vereinbarung mit Eon bringe für RWE strategisch und finanziell die größten Potenziale mit sich, sagte Schmitz am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Essen.

RWE und Eon wollen Innogy unter sich aufteilen. Nach einem umfangreichen Tausch von Geschäften sollen künftig zwei Unternehmen stehen, die sich nicht mehr in die Quere kommen. Eon will Innogy in einem ersten Schritt vollständig übernehmen und das gesamte Geschäft mit erneuerbaren Energien dann an RWE weiterreichen. Der Start des offiziellen Übernahmeangebots von Eon wird für Mai erwartet. Bei Eon verbleiben das Netzgeschäft und der Vertrieb. RWE wird im Zuge dessen mit knapp 17 Prozent größter Aktionär bei Eon.

Nummer 3 bei erneuerbaren Energien

RWE vergrößert so sein operatives Geschäft deutlich und steigt auf einen Schlag zur Nummer 3 bei den erneuerbaren Energien in Europa auf. Bislang betreibt der Essener Konzern ausschließlich konventionelle Kraftwerke mit einem hohen Anteil an Kohlestrom.

"Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien entscheidet eine schlagkräftige Größe über den Erfolg", sagte Schmitz. Diese hätten weder Innogy noch Eon. Die Zusammenführung der Erneuerbaren beider Unternehmen unter dem Dach von RWE sorge für die nötige Schlagkraft. Die wirtschaftliche Perspektive stimme mittelfristig optimistisch, so der Vorstandschef. Der Strombedarf werde weiter steigen.

(eler)