In Frankreich sei es zwar schwer, gegen den billigen Atomstrom von EDF zu konkurrieren, sagte Juri Wirobian, Frankreich-Chef von Gaspromexport, der Pariser Finanzzeitung "La Tribune". Geprüft werden könnten aber Projekte kombinierter Gaskraftwerke (Gas-Wärme-Koppelung). Genauso würden Möglichkeiten im Bereich erneuerbarer Energiequellen wie Windkraft und Sonnenenergie geprüft, sagte Wirobian der Zeitung. Gasprom wolle zudem französischen mittelständischen Betrieben kombinierte Lieferungen von Gas und Strom anbieten.
Bei seinen Expansionsplänen stößt Gasprom auf großes Interesse der französischen Industrie. Der Chemiekonzern Rhodia hat rund 20 Unternehmen versammelt, die für mehr Konkurrenz der Gasanbieter eintreten. Rhodia nimmt alleine fast zehn Prozent des in Frankreich frei gehandelten Gases ab. Der Chemiekonzern will laut "La Tribune" angesichts der stark gestiegenen Gaspreise neuen Anbietern bei der Finanzierung des Marktzuganges helfen, um seinen Gas-Bezug diversifizieren zu können. (dpa/B.M.)