Die größtenteils aus den USA stammenden Besitzer der Anteilsscheine hätten sechs Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) verloren, heißt es nach Angaben der Anwälte in der in Washington eingereichten Anklageschrift. Als Beklagte wurden gestern unter anderem die staatlichen russischen Energieriesen Gasprom und Rosneft sowie ranghohe Mitarbeiter der Konzerne genannt. Russlands Energieminister Wiktor Christenko solle vor Gericht zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Die Anklageschrift wirft den Angeklagten vor, ab dem Jahr 2003 einen Plan zur Zerschlagung und Wiederverstaatlichung von Jukos verfolgt zu haben.
Die Jukos-Fördertochter Juganskneftegas war im vergangenen Jahr für 9,3 Milliarden Dollar versteigert worden, nach offiziellen Angaben, um einen Teil von Steuernachforderungen in Höhe von rund 27 Milliarden Dollar zu begleichen.
Jukos-Gründer Michail Chodorkowski wurde in einem Prozess der Steuerhinterziehung angeklagt und zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Strafe wurde später auf acht Jahre abgemildert. (AFP/rb)