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| 01:29 Uhr

Ringen um Karstadt

Essen. Die Suche nach einer Lösung für den Karstadt-Konzern dauert an. Obwohl immer neue Termine gesetzt werden, können oder wollen sich die Beteiligten noch nicht abschließend einigen. Am heutigen Dienstag könnte das Gericht grünes Licht für eine weitere Runde geben. Von Uta Knapp

Im Karstadt-Rettungsdrama zeichnet sich eine weitere Verlängerung ab: Die für diesen Dienstag angesetzte Entscheidung des Essener Amtsgerichts über die Annahme des Insolvenzplans könne möglicherweise ein weiteres Mal verschoben werden, hieß es am Montag. Damit würde das zähe Ringen um die Zukunft der insolventen Warenhauskette auch mehr als zwei Monate nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags weitergehen.

In der Nacht zum Montag war eine Frist für eine Einigung des Karstadt-Investors Nicolas Berggruen mit dem Karstadt-Vermieter Highstreet über die geforderten Mietsenkungen ohne abschließendes Ergebnis verstrichen. Ohne eine Einigung mit den Vermietern kann der von Berggruen unterzeichnete Kaufvertrag für Karstadt nicht in Kraft treten. Ein gültiger Kaufvertrag ist jedoch Voraussetzung für die Annahme des Insolvenzplans durch das Gericht.

Nachdem bereits in wesentlichen Punkten eine Einigung über die geforderten Mietsenkungen erzielt worden war, steht nun noch die Zustimmung der zahlreichen High street-Gläubiger aus. Beobachter gehen nun davon aus, dass es Ende August oder Anfang September bei einem Treffen zu einer abschließenden Einigung kommen könne.

Falls das Gericht einer weiteren Terminverschiebung nicht zustimmt, kann der Insolvenzplan nicht in Kraft treten - dem Warenhausunternehmen droht in diesem Fall die Zerschlagung.