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| 05:00 Uhr

Strukturhilfe für die Lausitz
Richtet die Bundesnetzagentur neue Behörde in Cottbus ein?

 Stromleitungen überwachen: Das ist auch Aufgabe der Bundesnetzagentur, die ihren Hauptsitz in Bonn hat.
Stromleitungen überwachen: Das ist auch Aufgabe der Bundesnetzagentur, die ihren Hauptsitz in Bonn hat. FOTO: dpa / Daniel Reinhardt
Cottbus. Das Land Brandenburg setzt darauf, dass in der Lausitz neue Jobs im öffentlichen Dienst entstehen. Dies könnte ein Beitrag des Bundes im Strukturwandel nach einem Kohleausstieg sein. Im Gespräch ist eine Außenstelle der Bundesnetzagentur. Von Oliver Haustein-Teßmer

Die brandenburgische Landesregierung spricht mit dem Bund über neue Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst der Lausitz. Demnach könnte ein Teil der Bundesnetzagentur nach Cottbus ziehen. Dies sagte der Lausitz-Beauftragte Brandenburgs, Klaus Freytag, der RUNDSCHAU.

An diesem Donnerstagabend, 31. Januar, sprechen die Regierungschefs von Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sowie Bundesminister mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin über Kohleausstieg und Strukturwandel. Anlass ist der Bericht der Kohle-Kommission.

Lausitz-Beauftragter: Netzüberwachung und Fraunhofer-Institut ergäbe gutes Gesamtpaket für die Lausitz

 Klaus Freytag, hier bei einer Rede in Calau im Jahr 2018, arbeitet als Lausitz-Beauftragter der Landesregierung.
Klaus Freytag, hier bei einer Rede in Calau im Jahr 2018, arbeitet als Lausitz-Beauftragter der Landesregierung. FOTO: Stadt Calau / Jan Hornhauer

Der Bund will die Überwachung der Stromnetze ausbauen. Ein Institut dafür könne die Bundesnetzagentur in der Lausitz aufbauen. Das passe zusammen mit dem geplanten Ableger des Fraunhofer-Instituts für Energie-Infrastruktur an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, sagte Freytag: „Dann hätte man hier ein gutes Package zusammen.“

Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte am Mittwoch, von den Gesprächen sei der Agentur nichts bekannt. Eine Anfrage der LR beim Bundeswirtschaftsministerium blieb bis Mittwochabend unbeantwortet.

Zweiter Kohle-Gipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel

Im Kanzleramt in Berlin wird der Fahrplan für die Gesetze diskutiert, mit denen ein Kohleausstieg bis 2038 und Projekte im Wert von 40 Milliarden Euro umgesetzt werden können.

Der Lausitz-Beauftragte Klaus Freytag zeigt sich zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen erste Maßnahmen angeschoben werden. Bei Straßenbau und Bahnstrecken seien nun die zuständigen Bundesministerien gefragt. „Da müssen diese eben in ihren Häusern entsprechend Ressourcen verschieben“; sagte Freytag.

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