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| 02:42 Uhr

Rekord für Sparkasse Spree-Neiße

Cottbus. Im vergangenen Jahr hatte Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße, skeptisch in die Zukunft geblickt. Noch einmal, so seine Befürchtung, könne sein Haus die erzielte Rekordbilanzsumme von 2015 nicht toppen. Andrea Hilscher

Irrtum: Die Sparkasse sattelte noch einmal rund 180 Millionen auf, erhöhte auf insgesamt 3,21 Milliarden Euro. "Zum Vergleich: Die Volksbank Spree-Neiße hat insgesamt nur eine Bilanzsumme von 200 Millionen Euro", merkte Lepsch vergnügt an.

Zu verdanken sei das positive Ergebnis vor allem einem erfreulichen Anstieg der Kundeneinlagen, so der Sparkassenchef. Sie stiegen im vergangenen Jahr um 140 Millionen auf rund 2,6 Milliarden Euro. Lepsch: "Hinter dieser Summe verbergen sich viele kleine Zuwächse, nur etwa 20 Millionen Euro stammen von Großanlegern." Die Spareinlagen stiegen um 73 Millionen auf 1,43 Milliarden Euro. Im Schnitt hat jeder Sparkassenkunde 610 Euro neu angelegt.

Lieber als die Einlage sehen Bankiers derzeit allerdings Kreditnehmer. Auch hier verzeichnet die Sparkasse einen Zuwachs: Der Gesamtbestand der Forderungen an Kunden stieg um 50,5 Millionen auf insgesamt 844 Millionen Euro. Allein an Wohnungsbaukrediten reichte die Sparkasse im vergangenen Jahr 80,4 Millionen Euro aus. Ulrich Lepsch: "Wir können nur jedem raten, bei der derzeitigen Zinslage in Immobilien zu investieren." Trotz des schwierigen Zinsumfeldes übertrifft das Betriebsergebnis mit 62 Millionen Euro das Vorjahresniveau (57,9 Millionen Euro).

Etwas nervös waren die Bankiers, weil sie nach neunjähriger Pause im vergangenen Jahr ihre Preise erhöht haben. Die Folge: 1800 Girokonten wurden gekündigt. Sparkassenvorstand Ralf Braun blieb gelassen: "Eine überschaubare Größe, die meisten Kunden hatten Verständnis für unsere Preisanpassung."