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Herzogenaurach
Puma will zweistellig wachsen

Der Konzern liebäugelt mit einer Rückkehr zu Baseball, Basketball und Football.

Der Sportartikelhersteller Puma will auch nach dem Teilausstieg seines französischen Großaktionärs Kering kräftig wachsen. Der Umsatz soll 2018 währungsbereinigt um zehn Prozent zulegen, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sich sogar um bis zu ein Drittel auf 305 Millionen bis 325 Millionen Euro verbessern. "Puma muss weiter wachsen, wir müssen liefern, was wir versprochen haben", sagte Vorstandschef Björn Gulden. Der Ex- Fußballprofi aus Norwegen liebäugelt mit einem Wiedereinstieg in das Geschäft mit US-Sportarten wie Baseball, Basketball und American Football.

Im vergangenen Jahr war die Nummer drei auf dem weltweiten Sportartikelmarkt hinter Nike und Adidas am oberen Rand der eigenen, mehrfach angehobenen Prognosen gelandet. Der Umsatz hatte mit einem wechselkursbereinigten Plus von 16 Prozent auf 4,14 Milliarden Euro erstmals die Vier-Milliarden-Marke übersprungen. Das Ebit hatte sich auf 245 Millionen Euro fast verdoppelt

Dem französischen Luxusartikelkonzern Kering ("Gucci", "Yves Saint Laurent") versüßt Puma den Abschied mit einer Dividende von 12,50 Euro je Anteilsschein. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen nur 75 Cent je Aktie ausgeschüttet. Damit übersteigt die Dividende den Nettogewinn von 136 (62) Millionen Euro um mehr als 50 Millionen. Kering reicht den Großteil seines Anteils von gut 85 Prozent an die eigenen Aktionäre weiter. Größter Puma-Anteilseigner wird damit die französische Unternehmerfamilie Pinault mit 29 Prozent. Kering behält 16 Prozent. Puma hatte spätestens nach der Neuausrichtung als Sport-Marke nicht mehr in das Luxus-Portfolio von Kering gepasst. Wie es strategisch weitergehen soll, will Vorstandschef Gulden am 20. März auf einem Investorentag in London erläutern.

(rtr)