Wie finde ich eine Lehrstelle?

Wichtig ist die eigene Initiative. Danach sollte der Weg zur Berufsberatung der Arbeitsagentur führen. Meist gibt es schon nach dem ersten Gespräch eine Anschrift eines Unternehmens, wo man sich bewerben kann. Nur wer bei der Berufsberatung als Lehrstellen Suchender gemeldet ist und auch weiter Kontakt hält, kann auch bei späteren Förderprogrammen berücksichtigt werden. Freie Lehrstellen kann man außerdem in den regionalen Lehrstellenbörsen im Internet unter www.cottbus.ihk.de oder www.hwk-cottbus.de einsehen.

In welchen Berufen finde ich zurzeit freie Lehrstellen in den regionalen Ausbildungsplatzbörsen?
Im Internet gibt es in den Lehrstellenbörsen Angebote für Bürokaufleute, Kaufleute im Einzelhandel, Hotel- und Restaurantfachleute, Köche, Metallbauer, Gebäudereiniger, Maler- und Lackierer, Fachverkäuferinnen im Nahrungsmittelhandwerk, Kfz-Mechatroniker und Friseure.

Wie können wir als Eltern dazu beitragen, dass die Bewerbung für eine Lehrstelle oder für einen Studienplatz erfolgreich ist?
Ganz wichtig ist die Hilfestellung der Eltern, um Unsicherheiten abzubauen. Das können beispielsweise Tipps für das erste Telefonat mit einem Betrieb sein, das gemeinsame Schreiben der Bewerbung oder gemeinsames Üben der Situation im Vorstellungsgespräch. Auch der Rat der Eltern bei angehenden Studierenden sollte nicht unterschätzt werden. Die Entscheidung für einen Studiengang stellt eine Lebensentscheidung dar, die nicht nur junge Menschen selbst, sondern auch die Familie betrifft.

Wie kann ich mich auf das Vorstellungsgespräch im Unternehmen vorbereiten?
Sie sollten beim Vorstellungsgespräch unter anderen mit folgenden Fragen rechnen: Warum haben Sie sich gerade für den Ausbildungsberuf und für das Unternehmen entschieden„ Warum sind Sie für den Beruf geeignet“ Welche Vorstellungen haben Sie von dem Beruf„ Außerdem sollten Sie auf ein ansprechendes Äußeres achten.

Was muss ich bei einer Bewerbung in einem kleinen Unternehmen beachten?

Für Bewerber, die in einem kleineren Betrieb eine Lehrstelle suchen, ist es vorteilhaft, sich mit ihren Bewerbungsunterlagen persönlich vorzustellen. Hilfreich kann außerdem sein, wenn Schulabgänger während des Vorstellungsgespräches ein kurzes Praktikum oder eine Ferienarbeit anbieten. Damit zeigt man Engagement, der Betriebsinhaber hat Gelegenheit, die Fertigkeiten des Bewerbers zu testen und der Bewerber lernt den Betrieb kennen.

Mein Sohn geht in die 11. Klasse. Wie soll er sich entscheiden„ Er weiß noch gar nicht genau, welchen Beruf er nach dem Abitur wählen soll.
Hilfe für seine Entscheidung erhält Ihr Sohn bei der Abiturientenberatung in der Berufsberatung der Arbeitsagentur. Außerdem sollte er Vortragsreihen im Berufsinformationszentrum während der Schulferien nutzen. Auch ein Praktikum vermittelt erste wertvolle Erfahrungen. Ihr Sohn kann außerdem an einem Berufswahltest bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit teilnehmen oder im Internet unter www.arbeitsagentur.de unter der Rubrik Berufenet und unter www.machs-richtig.de einen Interessentest nutzen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.studienwahl.de oder www.berufswahl.de.

Was kann mein Sohn unternehmen, wenn er keine Lehrstelle findet?
Ihr Sohn sollte weiterhin ständigen Kontakt mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur halten. Möglich sind auch berufsvorbereitende Maßnahmen. Ab Oktober kann Ihr Sohn außerdem an einem sechs- bis zwölfmonatigen Praktikum im Rahmen der Einstiegsqualifizierung teilnehmen. Über die erlernten Grundfertigkeiten erhalten die Praktikanten ein Zertifikat. Wer sich bewährt, hat gute Chancen, später übernommen zu werden. Die Praktikumszeit kann unter Umständen auch auf eine nachfolgende betriebliche Ausbildung angerechnet werden. Die Vergütung beträgt 192 Euro im Monat.

Wo finde ich freie Ausbildungsplätze als Restaurant- oder Hotelfachfrau?
Vor allem in touristischen Regionen, die nicht immer am Wohnort zu finden sind und auch in Großstädten. Bewerber sollten aus diesem Grund mobil und flexibel sein. Die Ausbildung umfasst nicht nur den Dienst an der Rezeption, sondern beispielsweise auch den Zimmer- und Küchenservice. Bewerber sollten psychische und physische Belastungen meistern können sowie bereit sein, zu ungünstigen Zeiten, auch nachts und am Wochenende, Dienst zu leisten. Vorteilhaft sind kurze Praktika.

Welche Voraussetzungen sollte ich für eine Ausbildung als Koch mitbringen?
Viele Betriebe erwarten den Abschluss der zehnten Klasse, Kreativität und Geschick für den Umgang mit Nahrungsmitteln. Von Vorteil ist, wer bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat, denn auch in der Ausbildungsphase erwarten manche Betriebe Spät- oder Nachtschichten und Wochenenddienste. Gute Aussichten haben Bewerber mit absolvierten Praktika.

Habe ich Chancen, nach der Realschule eine Lehrstelle als Kfz-Mechatroniker zu finden?
Viele Betriebe erwarten einen Realschulabschluss mit guten Noten in den Hauptfächern und in den Naturwissenschaften. Für diese Ausbildung bewerben sich weit mehr Schulabgänger, als Lehrstellen angeboten werden. Alternative Ausbildungsmöglichkeiten gibt es unter anderem als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik, oder als Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik. Traumberufe vieler Schulabgänger sind auch Bürokauffrau oder Friseurin. Leider sind rund 360 andere Berufe nicht so bekannt, obwohl es hier mitunter gute Chancen gibt, eine Lehrstelle zu finden. Daher sollte auch über alternative Berufe nachgedacht werden.
(wird fortgesetzt)