Für die rund 5600 Mitarbeiter in den Postbank-Filialen gab es außerdem eine Einigung zu den Gehältern: Sie bekommen vom April dieses Jahres an 2,1 Prozent mehr Geld und ein Jahr später eine weitere Anhebung der Gehälter um zwei Prozent.

Vor dem Abschluss hatte es längere Warnstreiks gegeben. Noch am Montag waren nach Verdi-Angaben rund 1500 Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen auf die Straße gegangen.

Die Deutsche Bank hatte am Wochenende angekündigt, die Mehrheit an der Postbank zu verkaufen. Mit der Übernahme der auf Privatkunden spezialisierten einstigen Post-Tochter 2008 wollte der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann den Deutsche-Bank-Konzern unabhängiger vom schwankungsanfälligen Kapitalmarktgeschäft machen. Gut sechs Milliarden Euro kostete der Deal, die hohen Erwartungen erfüllten sich jedoch nie.

Verdi wollte in dem Tarifkonflikt ursprünglich fünf Prozent mehr Gehalt und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis zum Jahr 2020 durchsetzen. Der Abschluss sei ein "tragfähiger Kompromiss", sagte Postbank-Verhandlungsführer Ralf Stemmer. "Damit erhalten die Beschäftigten der Postbank die nötige Stabilität für den anstehenden Veränderungsprozess des Unternehmens." Die Postbank-Gruppe hat rund 14 800 Beschäftigte, darunter Tausende Beamte.

Aktionärsschützer werfen dem Vorstand der Deutschen Bank einen Strategie-Zickzack mit ständig neuen Umbaukosten vor. Mit der Entscheidung, die Tochter Postbank mehrheitlich oder ganz zu verkaufen, handle der Vorstand wider eine der Lehren aus der Finanzmarktkrise, sagte der Vize-Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Klaus Nieding,