Damit hat Berlin in den vergangenen acht Jahren seine Flugpassagierzahl verdoppelt, wie die Flughafengesellschaft am Freitag mitteilte.

Der Berliner Flughafenchef Rainer Schwarz sprach von einem "historischen Moment". Die Flughäfen der Hauptstadt gehörten damit erstmals zur Group 1 Airports der weltweiten Großflughäfen des Industrieverbandes ACI (Airports Council International).

Im Jahr 2011 wurden in Berlin noch 24 033 456 Fluggäste gezählt. Mit den 25 Millionen Passagieren in diesem Jahr entspricht das einer Steigerung von rund vier Prozent. Die Flughafengesellschaft sagt sogar ein Passagierwachstum von knapp sechs Prozent voraus. Die Diskrepanz will sie nicht genauer erläutern. Bei den Steigerungsraten läge die Hauptstadt damit an der Spitze der deutschen Flughäfen.

Der größte deutsche Flughafen ist Frankfurt/Main mit mehr als 56 Millionen Passagieren im Jahr 2011. An zweiter Stelle liegt München.

Interessant sind die Berliner Wachstumsraten besonders mit Blick auf den neuen Hauptstadtflughafen Willy Brandt, der nach zahlreichen Problemen beim Bau nun Ende Oktober 2013 in Betrieb gehen soll. Zwar zweifelt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auch an diesem Termin, und selbst Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will keine Garantie dafür abgeben. Aber: der Hauptstadtflughafen kommt.

Ausgelegt ist er ursprünglich für jährlich 27 Millionen Passagiere. Weil Berlin als Touristenziel boomt sowie Studenten und Immobilieninvestoren aus dem europäischen Ausland und von Übersee anzieht, könnte die Zahl schon 2014 erreicht und in den folgenden Jahren schnell deutlich überschritten werden.

Allerdings verweist die Flughafengesellschaft regelmäßig darauf, dass schon Ausbaustufen bis 45 Millionen Passagiere genehmigt seien. "Der neue Flughafen kann sukzessiv erweitert werden", so ein Sprecher. Platz für eine dritte Start- und Landebahn gibt es auch, obwohl der Flughafen Diskussionen darüber vorerst lieber meidet.