Notariell beurkundet werde der Verkauf einer Fläche von 43 Hektar im Industriegebiet Schwarze Pumpe, bestätigte die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) gestern auf RUNDSCHAU-Anfrage. Verkäufer ist neben der LMBV die Vattenfall Europe Mining AG (ehemals Laubag).
Die Ansiedlung ist ein „weiterer Erfolg bei der Entwicklung und Vermarktung ausgewählter ehemaliger Braunkohlenindustrie-Standorte“, erklärte LMBV-Chef Mahmut Kuyumcu und verwies auf die „zielorientierte Zusammenarbeit“ mit Vattenfall, der Zukunftsagentur Brandenburg und der Stadt Spremberg.
Die bereits im Jahr 2000 angekündigte Ansiedlung war vor knapp einem Jahr wieder ins Wanken geraten. Die Europäische Kommission hatte die geplante Förderung in Höhe von 54 Millionen Euro beanstandet und maximal 40 Millionen Euro als Beihilfe gestattet.
Mit einer Investitionssumme von insgesamt 153 Millionen Euro wird die Hamburger AG ein Werk zur Herstellung von Wellpappenrohpapier bauen. Darin werden 277 Mitarbeiter Beschäftigung finden. Zusätzlich sollen rund 300 indirekte Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern entstehen. Das Geschäft in Schwarze Pumpe wird die von dem österreichischen Unternehmen eigens gegründete Papierfabrik Spremberg GmbH & Co. KG betreiben. (Eig. Ber./maf)