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| 12:37 Uhr

Frühstücks-Ei vor Ostern im Selbsttest
Boden, Bio, Biodynamisch?

 Eier stehen in der Osterzeit ganz besonders in der Gunst der Verbraucher.
Eier stehen in der Osterzeit ganz besonders in der Gunst der Verbraucher. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Cottbus. Welches Ei kommt beim Frühstück und ganz besonders Ostern auf den Tisch? RUNDSCHAU-Reporter Frank Hilbert hat den nicht repräsentativen Selbsttest gemacht. Von Frank Hilbert

Eijeijei – Ostern steht vor der Tür. Und es gibt jede Menge Eier im Einkaufsmarkt. 2017 war das anders. Sie erinnern sich? Wegen der Vogelgrippe wurden vor allem die weißen Eier aus der Freilandhaltung zum Färben knapp.

 Was steht eigentlich auf dem Ei? Hier wird der Zahlen- und Buchstaben-Code erklärt.
Was steht eigentlich auf dem Ei? Hier wird der Zahlen- und Buchstaben-Code erklärt. FOTO: LR

Der Autor hat sich mal durch mehrere Angebote gewissermaßen „durchgeeiert“. Und seit offenbar erwiesen ist, dass Eier nicht verantwortlich sein sollen für einen erhöhten Cholesterinspiegel, war der nicht repräsentative Selbsttest mit weichgekochten Frühstückseiern beschlossene Sache.

 Dieses biodynamische Ei vom "Königlich dänischen Hoflieferanten" DANEG hat ein hellgelb leuchtendes Eigelb.
Dieses biodynamische Ei vom "Königlich dänischen Hoflieferanten" DANEG hat ein hellgelb leuchtendes Eigelb. FOTO: Frank Hilbert

Los ging’s mit den Hühnerfrüchten aus der Bodenhaltung des Luisenhofes – in Größe „L“. Dunkle Schale und dunkelgelbes Eigelb, sechs Stück für 2,29 Euro. Lecker! Die Eier aus Freilandhaltung vom Luisenhof gibt’s als Six-Pack schon für 1,69 Euro und stehen für den Autor kaum in Konkurrenz zu den „Bodenhühnern“.

 Mit einem satten und satt machenden Eigelb präsentiert sich das Ei aus der Bodenhaltung vom Luisenhof.
Mit einem satten und satt machenden Eigelb präsentiert sich das Ei aus der Bodenhaltung vom Luisenhof. FOTO: Frank Hilbert

Interessant wurde es bei den Bio-Eiern von Edeka, Güteklasse A, für 2,49 Euro. Viel Eiweiß, kleines helles Eigelb – beim Autor durchgefallen, weil der auf Eigelb steht.

Nochmal Bio wird dann dynamischer, nämlich „Biodynamische Eier“ – Import-Eier von DANEG aus Dänemark. Zum stolzen Preis von 3,49 Euro erhält der Verbraucher vom „Königlich dänischen Hoflieferanten“ sechs schmackhafte Eier mit einem fast königlich hell strahlenden Eigelb.

DANEG liefert auf seiner Website die Erklärung zum „Hoflieferanten“: „Ein Hofprädikat kann man nicht käuflich erwerben, sondern es erfordert eine Bewerbung, die vom Hofmarschallamt beurteilt und genehmigt und anschließend Ihrer Majestät der Königin vorgelegt wird, die den neuen Hoflieferanten persönlich ernennt. Nach einer besonders alten Tradition erfolgt die Ernennung am Geburtstag der Monarchin.“ Das Unternehmen sichert zu, dass die Kühlkette bei zwölf Grad durch den Transport mit Thermo-Lkw nicht unterbrochen werde.

Bei der biologisch-dynamischen Landwirtschaft wird jeder Hof als geschlossener Kreislauf gesehen, der das Zusammenspiel zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch umweltgerecht und ressourcenschonend fördert. Diese Methode soll auf den esoterischen Ideen von Rudolf Steiners aus dem Jahr 1924 beruhen, bei der die Landwirte anthroposophisch arbeiten.

Genug der Theorie. Das Fazit, das eigentlich schon vor dem Test zu erwarten war: Ei ist nicht gleich Ei! Bei den Bio-Eiern gibt es verschiedene Größen in den Verpackungen und die vom Autor favorisierten Bodenhaltungs-Eier kleckern besonders schnell auf frische Hemden beim Frühstück. Zudem findet der Verbraucher in so mancher dieser Packungen eine einsame Feder. Wer legt die bloß da rein?