"Wir sind überzeugt, dass sich mit unseren Erkenntnissen eine einzigartige Möglichkeit bietet, die Zerstörung von Nervenzellen und die Bildung von Ablagerungen zu stoppen oder zu verhindern", erklärte Probiodrug-Mitgründer Hans-Ulrich Demuth gestern in der "Mitteldeutschen Zeitung".

Es werde aber noch einige Zeit dauern, ehe ein marktreifes Medikament zur Verfügung steht, räumte der Wissenschaftler ein. Grund seien die aufwendigen klinischen Tests. "Frühestens in sieben Jahren können diese abgeschlossen sein." Probiodrug habe seine wissenschaftlichen Ergebnisse mit mehr als 27 Patenten schützen lassen.

An den Forschungen waren auch Wissenschaftler der Universitäten Leipzig und Halle sowie des Magdeburger Leibniz-Instituts für Neurobiologie beteiligt.

Die Forscher haben ihre Erkenntnisse kürzlich in der Fachzeitschrift "Nature Medicine" veröffentlicht. Die für die Erkrankung typischen Plaques (Ablagerungen) im Hirngewebe wurden Anfang des vorigen Jahrhunderts von Alois Alzheimer beschrieben. Erst seit rund zehn Jahren ist jedoch bekannt, dass sich eine bestimmte Form von kurzkettigen Eiweißen im Hirn von Alzheimer-Patienten bevorzugt ablagert.ddp.djn/rb