Diese Lücke müsse rasch geschlossen werden, hieß es gestern bei einem Symposium der deutschen Bauindustrie und des Bundesverbands der Deutschen Industrie in Dresden.
Vor allem im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung sei in den nächsten Jahren mit einem höherem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Nach der Auffassung des Vizepräsidenten des Bundesverbands der deutschen Zementindustrie, Karl Gernandt, wird allein der grenzüberschreitende Güterverkehr mit Polen, Tschechien und Ungarn bis 2015 um das Drei- bis Vierfache wachsen. Dieser Entwicklung werde die Verkehrspolitik des Bundes bislang nicht gerecht.
Die Verbände forderten den Bund auf, die Verkehrsplanung angesichts der EU-Osterweiterung zu beschleunigen. Zudem müsse den betroffenen Regionen mehr Planungssicherheit geboten werden, um dort eine effiziente Standortentwicklung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wurde auch die Haushaltsplanung des Bundes kritisiert. "Es ist ein Skandal, wenn 2003 aus der LKW-Maut von fast einer Milliarde Euro weniger als vier Prozent in die Verkehrswege investiert werden sollen", sagte Gernandt.
Er warnte auch vor den Auswirkungen der Verkehrspolitik des Bundes auf Sachsen. "Wenn die Bundesregierung die Haushaltsausgaben in diesem Jahr wie geplant um eine halbe Milliarde senkt, verzögern sich wichtige Autobahnprojekte im Freistaat, sagte er. Davon betroffen seien der Ausbau der A 17, der A 38 und der A 72. (dpa/rb)